Mal wieder ein „Beweis“, dass das Turiner Grabtuch nicht von Jesus sein kann…

Quelle: WELT ONLINE

Dieser ist besonders lahm: Man hat ein anderes Grabtuch aus dem 1. Jahrhundert gefunden und es war einfacher gewebt.

Das Turiner Grabtuch […] hat ein sehr kompliziertes Fadenmuster. Das nun untersuchte Grabtuch aber ist sehr einfach gewebt. [Anmerkung: Wie in dem Artikel selbst festgestellt wird, gehörte der Verstorbene „nicht unbedingt den oberen Gesellschaftsschichten“ an.] Ergo, so die Historikerin Orit Shamir, könne das Turiner Grabtuch unmöglich [!] aus der Zeit von Jesus Christus stammen, sondern müsse viel [!] später gewebt worden sein.

Das Turiner Grabtuch (oder TG, wie wir Experten abkürzen), ist in Köperbindung gewebt. Es lässt sich sicher rauskriegen, ob es die im 1. Jahrhundert gab. Meines Wissens ist sie nicht dramatisch komplizierter als herkömmliche Webarten, sondern nur seltener. Weder die deutsche noch die englische Wikipedia machen Zeitangaben für die Entstehung von Webarten – die naheliegendste Erklärung scheint mir zu sein, dass diese Techniken alle schon so lange existieren, dass dazu keine Aussage gemacht werden kann.

Jedenfalls ist die Argumentation – wie meistens bei derartigen Meldungen – offensichtlich absurd. Ich habe auch noch irgendwo einen Pentium-Rechner rumstehen. Heißt das, dass es noch keine Mehrkernprozessoren geben kann? Wohl kaum!

Und noch ein Hinweis: Natürlich lässt sich nicht beweisen, dass das Turiner Grabtuch das Grabtuch Jesu ist. Es erscheint mir allerdings plasibel anzunehmen, dass es sich um das tatsächliche Grabtuch eines zu jener Zeit Gekreuzigten handelt. Ich habe da auch keinen ideologischen Grund, sozusagen für die eine oder die andere Seite zu hoffen: Ich denke, dass man schon annehmen kann (gleichwohl nicht muss), dass es einen „Menschen Jesus“ gab. Das heißt ja nicht, dass er Gott war.

Natürlich ist mir bekannt, dass es mal eine Radiokarbon-Datierung des Grabtuchs gab. Die war aber manipuliert, wie sich anhand von Unstimmigkeiten bei den Gewichten der Gewebeproben zeigen lässt. Es existiert ein Bild aus der Zeit vor dem vermeintlichen Carbondatum, das das Turiner Grabtuch zeigt – erkennbar an der einzigartigen Konstellation von Brandlöchern.

Grund für die manipulierte Datierung dürfte gewesen sein, dass damals Bücher kursierten, die mittels der Fotos vom Grabtuch plausibel argumentierten, dass der Mann, der darin lag, gar nicht tot war. Er hat nämlich nach der Abnahme vom Kreuz noch neu geblutet, wie sich anhand der Blutspuren an den Armen zeigen lässt. Außerdem hat er nach der Entfernumg der Dornenkrone aus dem höchstgelegenen Punkt – der Stirn – geblutet.

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